2007 rief der Berufsverband der unabhängigen Winzer eine eigene Charta ins Leben, mit dem Ziel, ihre Premium-Weine hervorzuheben. In diesem Jahr bestanden 17 Jahrgänge die Prüfung: eine Blindverkostung unter den Winzern selbst sowie sorgfältig ausgewählten Gästen.
Eine der großen Herausforderungen des Winzers ist es, das Beste aus seinen schönsten Terroirs herauszuholen. Aber auch das nötige Know-how ist unabdingbar. Aus diesem Wunsch heraus wurde die Charta Luxembourg, der ausschließlich unabhängige Winzer angehören, gegründet.
Das Lastenheft ist sehr streng. Es umfasst den gesamten Herstellungsprozess: von der Auswahl der Terroirs über die Reberziehung bis hin zur Weinbereitung. So können nur Hang- und Terrassenlagen Charta-Weine produzieren. Es dürfen nur organische Düngemittel zum Einsatz kommen, die Erträge sind auf 60 Hektoliter pro Hektar begrenzt und Chaptalisieren (die Zugabe von Zucker) ist verboten. Alle diese Regeln werden mehrmals im Jahr von einer Kommission überprüft.
Jeder Wein muss anschließend von den Winzern selbst (und manchmal auch von eingeladenen Fachleuten) in einem Gremium freigegeben werden, das entscheidet, ob der Wein das renommierte Gütesiegel verdient oder nicht. Um ausgewählt zu werden, muss er von mindestens 80 % der Verkoster positiv bewertet werden, wobei diese sensorische und analytische Verkostung blind und mit verdecktem Etikett erfolgt.
In diesem Jahr umfasste das Gremium der unabhängigen Winzer zwölf Winzer, die 21 Weine probierten. Am Ende wurden 17 ausgewählt. Mit Ausnahme der Crémants, deren Trauben schon früher gelesen wurden, sind alle diese Weine 2017er Jahrgänge.
Wir haben mit Jean Cao gesprochen, dem beratenden Önologen der unabhängigen Winzer.
Alle Weine mit dem Label „Charta Luxembourg“ sind direkt bei den Produzenten, aber auch im Cactus Belle Etoile (in Bartringen) erhältlich.










